Was bedeutet LBMA-Zertifizierung?
Die London Bullion Market Association (LBMA) ist der wichtigste internationale Standardgeber für den professionellen Edelmetallhandel. Wer auf der sogenannten "Good Delivery List" der LBMA steht, erfüllt höchste Anforderungen in Bezug auf:
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Feinheit und Gewicht der Barren
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Herstellungsverfahren und Dokumentation
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Ethik, Herkunftsnachweise und Nachhaltigkeit
Ein LBMA-zertifizierter Goldbarren ist daher weltweit handelbar und wird von Banken, Börsen und Edelmetallhändlern anerkannt. Hersteller, die nicht zertifiziert sind, können zwar ebenfalls qualitativ hochwertige Produkte liefern – aber meist zu einem geringeren Wiederverkaufswert.
Wichtige Goldbarren-Hersteller im Porträt
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Argor-Heraeus (Schweiz)
Einer der größten Edelmetallverarbeiter weltweit. Seit Jahrzehnten LBMA-zertifiziert und bekannt für hohe Produktionskapazität und Präzision.
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Heraeus (Deutschland)
Global agierender Konzern mit Sitz in Hanau. Führend im Bereich technisches Edelmetall, Medizintechnik und Investmentbarren.
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PAMP Suisse (Schweiz)
Berühmt für die ikonischen „Fortuna“-Goldbarren mit edler Assaycard. Besonders beliebt bei Privatanlegern.
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Valcambi (Schweiz)
Spezialist für sogenannte „Combibars“ – teilbare Goldbarren im Kreditkartenformat.
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Degussa (Deutschland)
Historisch traditionsreicher Name, heute als Marke wieder aktiv – mit Fokus auf Edelmetallhandel und Investmentprodukte. Kein klassischer LBMA-Refiner
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Umicore (Belgien)
Nachhaltigkeitsorientiertes Unternehmen mit hohem Recyclinganteil. Produziert Goldbarren mit CO₂-neutraler Bilanz
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Geiger Edelmetalle (Deutschland)
Sicherheitsmerkmale und Seriennummern machen die Geiger-Barren besonders fälschungssicher.
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The Perth Mint (Australien)
Staatlich garantierte Barren mit hohem Qualitätsanspruch. Beliebt für große Stückelungen.
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Emirates Gold (VAE)
Marktführer in der Golfregion, LBMA-zertifiziert, starke Präsenz im Nahen Osten.
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Metalor (Schweiz)
Teil der japanischen Tanaka-Gruppe, stark im institutionellen Markt.
